Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden der überlieferten Medizingeschichte und zu den Ausleitungsverfahren. Der Begriff „Ausleitung“ stammt aus der Humoralpathologie und basiert auf der Vorstellung einer fehlerhaften „Säftemischung“ als Ursache für Beschwerden. In Europa wird die Blutegeltherapie erstmalig um 200 v. Chr. erwähnt.

Die Gesamtwirkung der Blutegeltherapie ist auf den Blutverlust und die spezifischen Blutegelwirkstoffe zurückzuführen. So produziert der Egel u.a. einen gerinnungshemmenden Wirkstoff wie Hirudin. Durch den Blutverlust von ca. 10 ml und die mehrere Stunden andauernde Nachblutung (ca. 20 – 40 ml) entspricht die Wirkung der Blutegeltherapie auch der eines sehr sanften Aderlasses. Sie wirkt entstauend, blutverdünnend, entzündungshemmend und leitet Toxine und Stoffwechselschlacken aus.

Indikationen
  • Entzündliche Erkrankungen, wie chronische Nasennebenhöhlenentzündung, chronische Mittelohrentzündung
  • Venenerkrankungen, wie Krampfadern (Varikose), akute Thrombophlebitis, postthrombotisches Syndrom, Ulcus cruris,
    Hämorrhoiden
  • Gelenkerkrankungen, wie Gelenkarthrosen, rheumatische Erkrankungen, Zerrungen, Tennisellenbogen, akuter Gichtanfall
aber auch
  • bei Hörsturz, Tinnitus, Mittelohrentzündung, Furunkeln, Abszesse, Hämatom.
  • Erkrankungen wie Migräne, Bluthochdruck.